ABC – L2-1: Portionsgröße

Portionsgrößen ohne Kalorienzählen im Blick behalten: Ein Weg zum gesunden Essverhalten

Oftmals führt die Unsicherheit bezüglich der angemessenen Portionsgrößen zu anhaltendem schlechten Gewissen. Die Gefahr, entweder zu viel oder zu wenig zu essen, ist allgegenwärtig. In diesem Video beleuchten wir, wie man ohne das lästige Kalorienzählen zu den optimalen Portionsgrößen gelangt.

Die Herausforderung des gesunden Essverhaltens ohne Kalorienzählen

Die Schwierigkeit, den eigenen Nahrungsbedarf zu kennen, resultiert in einem ständigen inneren Konflikt. Ohne klare Richtlinien neigen viele dazu, Essensmengen falsch einzuschätzen. Dieses Video bietet praktische Ansätze, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Genuss und Gesundheit zu finden, ohne sich in Zahlen verlieren zu müssen.

Ernährungsbasics – Lektion 2: Dein Ess-Alltag im Fokus

1. Ziel der Lektion: Deinen aktuellen Ess-Ist-Zustand erkennen

  • Es geht nicht um perfekte Ernährung oder Qualität,
  • nicht ums Kalorienzählen,
  • sondern ausschließlich darum: Esse ich aktuell zu viel, zu wenig oder ausgewogen?
  • Die Ernährungspyramide dient als reines Analyse-Tool, um den eigenen Status realistisch einzuschätzen. 

2. Getränke: Die Basis der Ernährung

  • 1,5–2 Liter Wasser täglich, gleichmäßig verteilt.
  • Erlaubt: alles kalorienfrei (z. B. Wasser, schwarzer Kaffee ohne Zucker & Milch).
  • Nur das wird in der Pyramide erfasst.

3. Portionsgrößen einfach über die Hand messen

Ein zentrales Lernprinzip der Lektion:

Deine Hand = Deine individuelle Portionsgröße

Obst

  • 1 Portion = 1 Hand voll
  • z. B. ein Apfel, eine Orange oder eine Handvoll Beeren.

Gemüse

  • 1 Portion = 2 geöffnete Hände voll
  • ca. 200 g oder mehr pro Portion → deutlich größer als Obstportion!

4. Kohlenhydrate: Deine persönliche Handportion

  • 1 Portion = so viel, wie in eine Hand passt (roh)
  • Gilt für:
    • Nudeln
    • Reis
    • Mehl
    • Haferflocken
  • Beispiel aus der Lektion:
    • Passt 50 g roh in die Hand → 50 g = persönliche KH-Portion
  • Brot:
    • 1 Scheibe ≈ 50 g = 1 Portion
    • 2 Toast ≈ 1 Portion
  • Kartoffeln:
    • 1 offene Hand voll = 1 Portion

5. Eiweiß: Der wichtigste Lernpunkt dieser Lektion

  • Eiweiß ist nicht automatisch ausreichend vorhanden, auch wenn man Joghurt oder Porridge isst.
  • Ziel pro Portion: ca. 15–20 g reines Eiweiß

Typische Fehler:

  • 1 Scheibe Käse (25 g) → nur ca. 3 g Eiweiß, dafür viel Fett
  • Joghurt → oft sehr eiweißarm

Bessere Wahl:

  • Magerquark (ca. 12 g Eiweiß / 100 g)
  • Hülsenfrüchte: 150 g = 1 Portion Eiweiß

Erkenntnis: Viele Menschen denken, sie essen Eiweiß – tun es aber mengenmäßig nicht ausreichend. 

6. Fette: Erlaubt & wichtig – aber in Portionen

  • 2 Portionen Fette pro Tag sind Standard
  • 3 Portionen sind auch okay, wenn eine davon aus Nüssen/Saaten besteht

Eine Fett-Portion:

  • 2 EL Öl oder
  • 1 Handvoll Nüsse (~30 g)

7. Süßes ist erlaubt – bewusst & klein

  • Eine kleine Handvoll Süßigkeiten (z. B. Gummibärchen) ist eingeplant.
  • Kein Verbot – sondern bewusster Umgang.

8. Deine erste Hausaufgabe

  • Die Ernährungspyramide täglich abhaken:
    • Was habe ich schon gegessen?
    • Was fehlt mir noch?
    • Woraus stelle ich mein Abendessen sinnvoll zusammen?

Ziel: Bewusstsein statt Kontrolle. Klarheit statt Perfektion.

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